Empfindliche Niederlage gegen den „Club“ aus Nürnberg

Der Trainerwechsel-Effekt beim VfB ist verpufft. Nach dem Unentschieden in Bremen und dem Heimsieg über den HSV war auf dem Wasen  ein Hauch von Optimismus und neu entfachter Euphorie zu spüren. Die ist nach der katastrophalen Darbietung beim Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Nürnberg verpufft. Denn die Schwaben sind Vorletzter.

Ob der Sportdirektor Fredi Bobic im Spielertunnel  des Grundig-Stadions zur Blutgrätsche ausholte? Nach den blutleeren 45 Minuten des ersten Durchgangs durften einige Spieler es befürchtet haben. Denn noch vor dem Spiel versuchten Stevens als auch Bobic vehement  nicht den Hauch von einer neuen Lässigkeit oder Larifari-Einstellung aufkommen zu lassen. O-Ton Bobic: Wenn ich das hier in den Fluren spüren würde, dass jemand denkt, wir sind schon durch, dann grätsch ich ihn direkt ab.“

Die Botschaft war eindeutig. Doch in der Mannschaft ist sie wohl nicht angekommen. Spielerisch war es mal wieder ein Armutszeugnis. Doch noch viel schlimmer war die Einsicht der VfB-Spieler nach dem Spiel, dass die Nürnberger viel agressiver zu Werke gingen. Doch die Franken waren nicht nur agressiver und gedankenschneller als der VfB. Beim „Club“ war so etwas wie eine Spielkultur zu erkennen, die dem VfB seit Jahren fehlt. Die „Roten“ überließen den Nürnbergern das Feld, stellten sich an der Mittellinie auf und schielten wohl auf den ein oder anderen Konter. Diese taktische Vorgabe trug die Handschrift von Stevens, der die Maxime „die Null muss stehen“ wie kein Anderer prägte. Doch bei eigenem Ballbesitz fand der VfB keine Antworten auf das Pressing der Heimmannschaft. Selbst der Kapitän Christian Genter, der mit seiner Spielübersicht und Ballsicherheit im Mittelfeld unverzichtbar geworden ist, erwischte einen gebrauchten Tag.

Keine einfache Aufgabe für Stevens herauszufinden, was in den Köpfen der Spieler während so eines Spiels vorgeht. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel wusste auch er nicht, an was es gelegen hat „ob es Angst war, ich weiß es wirklich nicht.“

Lag es an der Einstellung? Kommen die Spieler mit der mentalen Belastung des Abstiegskampfes nicht klar? Oder ist es weniger ein Kopf-Problem als dass ein klarer Plan fehlt, wie man gegen agressive und lauftstarke Nünberger bestehen kann?

Am Samstag erwartet den VfB ein Charaktertest. Eine deutliche Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen wird gegen den Champions League Viertelfinalisten aus Dortmund  nötig sein, um die so bitter benötigten 3 Punkte einzufahren.

Mit sportlichen Grüßen

Max Goll

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22.Spieltag

Servus Freunde des gepflegten Rasenballsports

Fußball wird im Kopf entschieden. An diesem Zitat muss etwas dran sein.

Der HSV besiegt mit einer perfekten Einstellung die Borussia aus Dortmund mit 3:0. Erstmals in dieser Saison zeigen die HSV – Spieler von Beginn bis Ende die nötige Konzentration und den nötigen Willen. Es ist also keine Frage der Qualität, sondern der Einstellung. Und diese oft fehlenden Prozente hat Slomka aus den Spielern herauskitzeln können.

Bei Bayer Leverkusen stimmte die Einstellung von Beginn an. Doch nach einem Rückstand gibt sich die Mannschaft auf. Da war gegen Wolfsburg kein Selbstbewusstsein, keine Entschlossenheit zu sehen, dieses Spiel noch zu drehen. Nach den drei Niederlagen in Folge fehlte auch der Glaube daran.

Der letzte unbändige Wille ein Spiel gewinnen zu wollen, vermisste ich auch bei den „Knappen“ beim Spiel gegen Mainz 05. Schon in der Anfangsphase kamen die Mainzer durch Unkonzentriertheiten zwei Mal gefährlich vor das Schalker Tor. Beim Spiel nach vorne,mangelte es bei S04 an Kreativität und der Bewegung ohne Ball. Der „Hunter“ ohne Bindung zum Spiel. Max Meyer, dagegen mal wieder ein Aktivposten. Seine Auswechslung tat dem Spiel nicht gut.

Grüße Max