Der Vorzeige – Sportclub aus Freiburg

Nach der Pleite des HSV in Augsburg stand fest: Die Freiburger können für die nächste Saison planen. Denn zwei Spieltag vor Schluss ist der Klassenerhalt gesichert.
Seit 2009 spielt der SC nun schon in der Beletage des deutschen Fußballs. Dabei standen die Vorzeichen wie vor fast jeder Saison mal wieder schlecht. Mit dem zweitniedrigsten Saisonetat der Liga (16,1 Mio.) und den Abgängen der Leistungsträger Kruse (Gladbach), Caligiuri (Wolfsburg), Makiadi (Bremen), Flum und Rosenthal (beide Frankfurt) wurden den Freiburgern nur minimale Chancen eingeräumt die Bundesliga zu halten. Der SC wurde wie in den vorigen Jahren das auch immer der Fall war, zum heißesten Abstiegskandidaten erklärt.
Viele Experten trauten den Freiburgern die Doppelbelastung mit Bundesliga- und Europa-League- Spielen nicht zu. Andere meinten, dass die NO-Name Neuzugänge Mehmedi, Klaus, Fernandes, Pilar die vielen Abgänge nicht ansatzweise ersetzen können. Mike Hanke als einzigen namhaften Neuzugang möchte ich euch nicht vorenthalten.
Im beschaulichen Freiburg blieb man ruhig und setzte wie schon die Jahre davor bedingungslos auf den eigenen Nachwuchs. Denn Trainer Christian Streich kennt die Talente des Freiburger Fußballinternats wie kein Anderer. Matthias Ginter ( Jahrgang 1994), Sebastian Kerk, Christian Günter oder Immanuel Höhn ( alle Jahrgang 1993) trainierte Streich schon in der B-Jugend.
Der Sportclub erkannte in Streich einen großen Talentförderer, dem größere Aufgaben zugetraut wurden. Somit übernahm Streich die A-Jugend und kurze Zeit später die zweite Mannschaft, wo er auf Christian Baumann und Oliver Sorg stieß.
Als dann im Januar 2012 Streich den glücklosen Markus Sorg beerbte, wurde gleich im ersten Spiel auf die eigenen Jugendspieler gesetzt, die das ihnen geschenkte Vertrauen mit starken Leistungen zurückzahlten. Im Heimspiel gegen Augsburg (1:0) feierte Sorg sein Bundesligadebüt und wurde zum Besten Spieler des Spiels gewählt ( Note 2,1). Und auch Matthias Ginter wird diesen Abend so schnell nicht vergessen. Im seinem ersten Spiel für die Profis köpfte er kurz nach seiner Einwechslung in der 88.Min zum Siegtreffer ein.
Und Streich schüttelte in der Folgezeit noch weitere Talente aus den Ärmeln.
Christian Günter setzte sich in dieser Saison als Stammspieler auf links hinten durch. Höhn sowie Kerk dienen bisher noch als Einwechselspieler. Und auch Tim Schraml ( ebenfalls Jahrgang 1993) feierte erst neulich im Heimspiel gegen Gladbach sein Bundesligadebüt. Schraml wechselte erst zur Saison 2012/13 zum Sportclub, davor war er beim Göppinger SV in der Verbandsliga Württemberg aktiv.
Nach einem fulminantem Endspurt in der Rückrunde wurde diese Saison nach dem 2:2 in Wolfsburg mit dem vorzeitigen Klassenerhalt gekrönt. Dass der SC dem Champions-League Aspiranten aus Wolfsburg mit einem Saisonetat der um 34 Mio. höher liegt ein Unentschieden abluchst ist bezeichnend für diese Saison.

Mit sportlichen Grüßen
Max Goll

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Empfindliche Niederlage gegen den „Club“ aus Nürnberg

Der Trainerwechsel-Effekt beim VfB ist verpufft. Nach dem Unentschieden in Bremen und dem Heimsieg über den HSV war auf dem Wasen  ein Hauch von Optimismus und neu entfachter Euphorie zu spüren. Die ist nach der katastrophalen Darbietung beim Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Nürnberg verpufft. Denn die Schwaben sind Vorletzter.

Ob der Sportdirektor Fredi Bobic im Spielertunnel  des Grundig-Stadions zur Blutgrätsche ausholte? Nach den blutleeren 45 Minuten des ersten Durchgangs durften einige Spieler es befürchtet haben. Denn noch vor dem Spiel versuchten Stevens als auch Bobic vehement  nicht den Hauch von einer neuen Lässigkeit oder Larifari-Einstellung aufkommen zu lassen. O-Ton Bobic: Wenn ich das hier in den Fluren spüren würde, dass jemand denkt, wir sind schon durch, dann grätsch ich ihn direkt ab.“

Die Botschaft war eindeutig. Doch in der Mannschaft ist sie wohl nicht angekommen. Spielerisch war es mal wieder ein Armutszeugnis. Doch noch viel schlimmer war die Einsicht der VfB-Spieler nach dem Spiel, dass die Nürnberger viel agressiver zu Werke gingen. Doch die Franken waren nicht nur agressiver und gedankenschneller als der VfB. Beim „Club“ war so etwas wie eine Spielkultur zu erkennen, die dem VfB seit Jahren fehlt. Die „Roten“ überließen den Nürnbergern das Feld, stellten sich an der Mittellinie auf und schielten wohl auf den ein oder anderen Konter. Diese taktische Vorgabe trug die Handschrift von Stevens, der die Maxime „die Null muss stehen“ wie kein Anderer prägte. Doch bei eigenem Ballbesitz fand der VfB keine Antworten auf das Pressing der Heimmannschaft. Selbst der Kapitän Christian Genter, der mit seiner Spielübersicht und Ballsicherheit im Mittelfeld unverzichtbar geworden ist, erwischte einen gebrauchten Tag.

Keine einfache Aufgabe für Stevens herauszufinden, was in den Köpfen der Spieler während so eines Spiels vorgeht. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel wusste auch er nicht, an was es gelegen hat „ob es Angst war, ich weiß es wirklich nicht.“

Lag es an der Einstellung? Kommen die Spieler mit der mentalen Belastung des Abstiegskampfes nicht klar? Oder ist es weniger ein Kopf-Problem als dass ein klarer Plan fehlt, wie man gegen agressive und lauftstarke Nünberger bestehen kann?

Am Samstag erwartet den VfB ein Charaktertest. Eine deutliche Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen wird gegen den Champions League Viertelfinalisten aus Dortmund  nötig sein, um die so bitter benötigten 3 Punkte einzufahren.

Mit sportlichen Grüßen

Max Goll

22.Spieltag

Servus Freunde des gepflegten Rasenballsports

Fußball wird im Kopf entschieden. An diesem Zitat muss etwas dran sein.

Der HSV besiegt mit einer perfekten Einstellung die Borussia aus Dortmund mit 3:0. Erstmals in dieser Saison zeigen die HSV – Spieler von Beginn bis Ende die nötige Konzentration und den nötigen Willen. Es ist also keine Frage der Qualität, sondern der Einstellung. Und diese oft fehlenden Prozente hat Slomka aus den Spielern herauskitzeln können.

Bei Bayer Leverkusen stimmte die Einstellung von Beginn an. Doch nach einem Rückstand gibt sich die Mannschaft auf. Da war gegen Wolfsburg kein Selbstbewusstsein, keine Entschlossenheit zu sehen, dieses Spiel noch zu drehen. Nach den drei Niederlagen in Folge fehlte auch der Glaube daran.

Der letzte unbändige Wille ein Spiel gewinnen zu wollen, vermisste ich auch bei den „Knappen“ beim Spiel gegen Mainz 05. Schon in der Anfangsphase kamen die Mainzer durch Unkonzentriertheiten zwei Mal gefährlich vor das Schalker Tor. Beim Spiel nach vorne,mangelte es bei S04 an Kreativität und der Bewegung ohne Ball. Der „Hunter“ ohne Bindung zum Spiel. Max Meyer, dagegen mal wieder ein Aktivposten. Seine Auswechslung tat dem Spiel nicht gut.

Grüße Max

Mainz siegt glücklich

Mainz 05 besiegt Hannover 96 mit 2:0 und kann so langsam aber sicher die Europokal – Plätze ins Visier nehmen.

Allerdings war das Freitagabendspiel kein Leckerbissen für uns Fußballfans. Vor allem in der ersten Halbzeit waren Strafraumszenen bei beiden Seiten Mangelware. Tuchel´s Elf enttäuschte, in dem sie viele Zweikämpfe verloren und viel zu hektisch, und mit für die 05er ungewohnten langen Bälle agierten. 96 störte die Mainzer früh und hatte selbst die bessere Spielanlage, was vor allem an den beiden ballsicheren und immer anspielbaren 6ern Stindl und Schmiedebach lag. Tuchel nach dem Spiel:“Hannover war die bessere Mannschaft“. Nach einem Missverständnis zwischen Goalkeeper Karius und seinem Vordermann Noveski, bekam 96 dann die Rießen – Chance auf dem Silbertablett serviert. Doch Karius bügelte seinen voreiligen Abwurf auf Höhe des eigenen Strafraums selbst  wieder aus. Tuchel flüchtete zur Halbzeit in die Kabine.

Durch einen Konter in  der 50.Spielminute stand es plötzlich 1:0 für den Gastgeber. Yunus Malli wurde von Nicolas Müller schön bedient und ließ sich nicht zwei mal bitten.

Es entstand eine verbissen geführte Partie mit rassigen Zweikämpfen. Mainz kam jetzt besser zurecht, auch durch die Einwechslung von Choupo – Moting, die sich als Glücksgriff herausstellte. Der Deutsch-Kameruner belebte die Offensive in dem er Bälle festmachte und Zug zum Tor in seinen Aktionen zeigte, was vor allem in der ersten Halbzeit schmerzlich vermisst wurde.

Zum Schluss drückte Hannover Mainz nochmal in die eigene Hälfte, doch die eine zündende Idee fehlte, auch weil die Abwehr um Noveski nun sicher stand. Als 96 in der Nachspielzeit alles nach vorne warf, nutzten die 05er einen Konter über drei Stationen gnadenlos aus. Choupo – Moting musste nach schönem Querpass von Ziemling nur noch das Füsschen hinhalten.

Bei 96 gefielen Ron – Robert Zieler im Tor, sowie im defensiven Mittelfeld Stindl. Mame Diouf, der wechselwillige Stürmer der wöchentlich mit einem anderen europäischen Klub in Verbidung gebracht wird enttäuschte ein mal mehr. Choupo – Moting und der wieder ein mal brandgefährliche Okazaki überzeugten beim Gastgeber. Nicolas Müller sucht gerade nach seiner Form, mit dieser Performance ist er keine Option für Jogi Löw. Nicht vergessen sollte man Johannes Geis, der mit seinen 20 Jahren als Dreh und Angelpunkt im Mainzer Spiel agiert.

In wenigen Stunden geht´s schon wieder weiter an diesem 21.Spieltag. Sonst würde es uns ja auch langweilig werden. Von der ersten bis zur dritten Liga ist einiges geboten.Viel Spaß!

Euer Max

Die Krise des HSV

Moin,Moin an alle Fußballfans.

Die schlechten Nachrichten über den Hamburger SV nehmen kein Ende. Als Außenstehender bekommt man den Eindruck vermittelt, dass in diesem Verein nichts zusammenpasst.

Gestern sagte Felix Magath, dessen Name seit Tagen spekuliert wurde, dem HSV ab. Er begründete dies auf seiner Facebook-Page: „Teile des Aufsichtsrates, der Vorstand sowie die Initiatoren der Gruppe HSVplus haben sich gegen mich gestellt. Wie soll man mit solchen Voraussetzungen einen Verein erfolgreich durch den Abstiegskampf führen?“

Wer gehofft hatte, dass die HSV-Spitze sich nun deutlich zu Bert Van Marwijk bekennt, liegt falsch. Der HSV soll mit dem just von Hannover 96 entlassenen Mirko Slomka Kontakt aufgenommen haben. Das heißt im Klartext: Holt Marwijk morgen gegen Braunschweig keinen Auswärtsdreier fliegt der Holländer, und der HSV ist mal wieder auf Trainersuche.

Doch die Nebengeräusche und Kriegsschauplätze in Hamburg nehmen kein Ende. Der Sportdirektor Oliver Kreuzer kritisierte Bert Van Marwijk öffentlich, weil der seinen Profis nach der 0:3 Schlappe gegen Schalke 04 zwei Tage trainingsfrei gab. Dasselbe praktizierte Kreuzer beim Vorgänger Fink, den er im damaligen Doppelpass an den Pranger stellte.

Dass es im Verein drunter und drüber geht zeigt auch der Fall Jonathan Tah. Der erst 17-Jährige Stammspieler in der Innenverteidigung musste erfahren wie Vertragsdetails in den Medien publiziert wurden. Daraufhin legte sich Tah´s Vater mit HSV-Boss Jarchow an. Das Ende vom Lied war, dass Tah von Marwijk aus dem Kader beim Heimspiel gegen die Hertha gestrichen wurde um ihn zu schützen.

Da aus der Jugend, bis auf wenige Ausnahmen, wie Jonathan Tah oder Zhi Gin Lam, wenige Spieler den Sprung zu den Profis schaffen ist der klamme HSV auf Transfers angewiesen.Die kluge Ausleihe von Pierre-Michel Lasogga muss Oliver  Kreuzer natürlich zu Gute geschrieben werden. Spieler wie Rudnevs oder Skjelbred spiegeln die Misere des HSV dagegen perfekt wieder. Rudnevs spielte im Gegensatz zur Hinrunde in Hamburg bisher alle drei Spiele für 96 über die volle 90 Minuten und netzte zwei mal ein. Skjelbred wird bei der Hertha als „Multi-Allrounder“ gefeiert und etablierte sich schnell zur Stammkraft.

Übrigens wird eine Rückkehr von Marcell Jansen zu Borussia Mönchengladbach spekuliert. Man kann den Nationalspieler verstehen, der Jahr für Jahr an eine Verbesserung glaubte, aber nach 6 Jahren beim Hamburger SV diesem Chaos entfliehen möchte.

Ich wünsche euch Fans ein erfolgreiches Wochenende!

Bis Bald, euer Max.