Der Vorzeige – Sportclub aus Freiburg

Nach der Pleite des HSV in Augsburg stand fest: Die Freiburger können für die nächste Saison planen. Denn zwei Spieltag vor Schluss ist der Klassenerhalt gesichert.
Seit 2009 spielt der SC nun schon in der Beletage des deutschen Fußballs. Dabei standen die Vorzeichen wie vor fast jeder Saison mal wieder schlecht. Mit dem zweitniedrigsten Saisonetat der Liga (16,1 Mio.) und den Abgängen der Leistungsträger Kruse (Gladbach), Caligiuri (Wolfsburg), Makiadi (Bremen), Flum und Rosenthal (beide Frankfurt) wurden den Freiburgern nur minimale Chancen eingeräumt die Bundesliga zu halten. Der SC wurde wie in den vorigen Jahren das auch immer der Fall war, zum heißesten Abstiegskandidaten erklärt.
Viele Experten trauten den Freiburgern die Doppelbelastung mit Bundesliga- und Europa-League- Spielen nicht zu. Andere meinten, dass die NO-Name Neuzugänge Mehmedi, Klaus, Fernandes, Pilar die vielen Abgänge nicht ansatzweise ersetzen können. Mike Hanke als einzigen namhaften Neuzugang möchte ich euch nicht vorenthalten.
Im beschaulichen Freiburg blieb man ruhig und setzte wie schon die Jahre davor bedingungslos auf den eigenen Nachwuchs. Denn Trainer Christian Streich kennt die Talente des Freiburger Fußballinternats wie kein Anderer. Matthias Ginter ( Jahrgang 1994), Sebastian Kerk, Christian Günter oder Immanuel Höhn ( alle Jahrgang 1993) trainierte Streich schon in der B-Jugend.
Der Sportclub erkannte in Streich einen großen Talentförderer, dem größere Aufgaben zugetraut wurden. Somit übernahm Streich die A-Jugend und kurze Zeit später die zweite Mannschaft, wo er auf Christian Baumann und Oliver Sorg stieß.
Als dann im Januar 2012 Streich den glücklosen Markus Sorg beerbte, wurde gleich im ersten Spiel auf die eigenen Jugendspieler gesetzt, die das ihnen geschenkte Vertrauen mit starken Leistungen zurückzahlten. Im Heimspiel gegen Augsburg (1:0) feierte Sorg sein Bundesligadebüt und wurde zum Besten Spieler des Spiels gewählt ( Note 2,1). Und auch Matthias Ginter wird diesen Abend so schnell nicht vergessen. Im seinem ersten Spiel für die Profis köpfte er kurz nach seiner Einwechslung in der 88.Min zum Siegtreffer ein.
Und Streich schüttelte in der Folgezeit noch weitere Talente aus den Ärmeln.
Christian Günter setzte sich in dieser Saison als Stammspieler auf links hinten durch. Höhn sowie Kerk dienen bisher noch als Einwechselspieler. Und auch Tim Schraml ( ebenfalls Jahrgang 1993) feierte erst neulich im Heimspiel gegen Gladbach sein Bundesligadebüt. Schraml wechselte erst zur Saison 2012/13 zum Sportclub, davor war er beim Göppinger SV in der Verbandsliga Württemberg aktiv.
Nach einem fulminantem Endspurt in der Rückrunde wurde diese Saison nach dem 2:2 in Wolfsburg mit dem vorzeitigen Klassenerhalt gekrönt. Dass der SC dem Champions-League Aspiranten aus Wolfsburg mit einem Saisonetat der um 34 Mio. höher liegt ein Unentschieden abluchst ist bezeichnend für diese Saison.

Mit sportlichen Grüßen
Max Goll

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„Die Königlichen“ vs. „la bestia negra“

Die Bayern fingen gut an, sie kauften den Madrilenen in den ersten 10 Spielminuten sogar ein wenig den Schneid ab. Denn Real stand tief in der eigenen Hälfte. Benzema als Stoßstürmer  begann erst wenige Meter vor dem Mittelkreis, die Innenverteidiger Boateng und Dante unter Druck zu setzen bzw. sie anzulaufen. Die Bayern zogen ihr gewohntes Spiel auf. Lahm ließ sich zwischen die Innenverteidiger fallen, bediente dann des Öfteren Kroos oder Schweinsteiger, die sich abwechselnd in den Halbräumen zwischen Real´s rechtem Mittelfeldspieler Di Maria und den zwei zentralen Sechsern Modric und Alonso die Bälle forderten. Ancelotti stellte Isco als linken Mittelfeldspieler auf. Seine primäre Aufgabe war aber Robben aus dem Spiel zu nehmen. Dies funktionierte weitestgehend, da Isco mit seinem Hintermann Coentrao immer wieder doppelte. Sogar Alonso verließ das Zentrum um die gefürchteten Dribblingläufe des Holländers in die Mitte zu verhindern. Cristiano Ronaldo sollte bei gegnerischem Ballbesitz das Zentrum unterstützen. Also ließ er sich hinter Benzema fallen und versuchte Schweinsteiger oder Lahm unter Druck zu setzen. Trotzdem hatten die Bayern im Zentrum oft  Überzahlspiel, was Modric dazu veranlasste, die Position vor der eigenen  Abwehrkette zu verlassen und vor allem Kroos oder Lahm früher unter Druck zu setzen. Bei Ballgewinn allerdings zog es CR7 wie gewohnt auf die linke Außenbahn um seine Geschwindigkeit auszuspielen.

Als Di Maria  ins agressive Pressing gegenüber seinem Gegenspieler Alaba überging, doch seine Mitspieler bei den folgenden Kombinationen reihenweise zu spät kamen, wurde Bayern das erste Mal gefährlich. Alaba dribbelte nach Doppelpass mit Ribery bis zum gegnerischen Sechzehner,dort suchte er durch eine Flanke vom Halbraum  Mandzukic. Diese Aktion bewirkte, dass Real sich tiefer in die eigene Hälfte fallen lies. Lehrbuchmäßig wurde von den Bayern das Gegenpressing bei Ballverlust ausgeführt. Pepe war nach wenig gespielten Minuten der Leidtragende, als er von vier Bayern-Spielern umzingelt war, und sich nicht mal mehr mit einer Schwalbe helfen konnte. Durch dieses schnelle und agressive  Gegenpressing konnten die Bayern die gefürchteten Konter Real´s verhindern. Madrid konnte nur selten den Ball in den eigenen Reihen halten, bei Querschlägern von Ramos oder Bällen ins Seitenaus von Pepe merkte man den „Königlichen“ die Nervosität an.

Nach dieser starken Anfangsphase der „Roten“, denen nur die letzten zwingenden Aktionen im Strafraum fehlten, bemerkte man die Klasse eines Luka Modric und seines Partners auf der Sechserposition Alonso. Trotz agressivem  Forechecking der Bayern behielten diese die Ruhe am Ball und schafften es vermehrt Ronaldo, der in den Halbräumen zwischen Mittelfeld und Abwehr der Bayern sich positionierte, oder Di Maria auf dem linken Flügel anzuspielen.

Nach dem 1:0 für Real wurden die Madrilenen gefährlicher. Sie kamen somit ihrem Ruf „der besten Kontermannschaft der Welt“ nach. Durch vertikale Pässe konnten Modric und Alonso ihre schnellen Spieler wie Ronaldo oder Benzema bedienen. Bei Ballbesitz der Bayern lies sich Real immer noch tiefer in die eigene Hälfte fallen, wodurch Parallelen zu den beiden Viertelfinalspielen gegen Manchester United gezogen werden konnten.

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte Real, die die Bayern früh unter Druck setzten und zu Fehlern zwangen. Außerdem gelang es Madrid  den Ball mehr in den eigenen Reihen zu halten. Bayern schaffte es nicht mehr so häufig wie in der ersten Halbzeit, Real frühzeitig zu pressen.

In der Schlussphase dominierten dann die Schützlinge Guardiolas das Spiel. Doch sie kreierten außer der von Götze in der 84. Minute keine klaren Torchancen.

Meiner Meinung fehlte dem FC Bayern im Offensivspiel die Kreativität und das Tempo. Dieses Spiel verdeutlichte, dass wenn die Außenspieler wie Robben und Ribery nicht funktionieren bzw. vom Gegner aus dem Spiel genommen worden, fehlt den Bayern der Plan B. Es fehlt ein 10er, der im Zentrum anspielbar ist,  Überzahl herstellt und Gegenspieler bindet, wodurch die Außenspieler besser zur Geltung kommen. Und auch der Strafraum ist zu selten besetzt. Mandzukic weicht für meine Begriffe zu oft auf die Flügel aus.

Ich bin mir sicher, Pep Guardiola wird eine Menge grübeln, wie er dieses Real knacken kann.

Mit sportlichen Grüßen

Max

High Heels neben dem Fußballplatz

Schon länger rege ich mich über die Berichterstattung des Fußballs im Fernsehen auf. Ich frage mich welche Kriterien ein kommender Fußballmoderator oder Fieldreporter bei Sky, Sport 1 und Co. erfüllen muss?

Weiblich, mit verführerischem Blick, blond oder brunette und einem bezaubernden Lächeln? Dann ab zu Sky!

Alles nur Show. Der moderne-Fußball macht´s möglich. Eigentlich schade. Man möchte als Fan in der Halbzeit schlichtweg ein interessantes Interview mit der ein oder anderen Fußball-Anekdote hören, gepaart mit einem kompetenten Beobachter, der uns seine Sichtweise auf die ersten 45 Min. näher bringt. Dazu braucht es kompetente und authentische Interviewer, Moderatoren und Reporter, die den Mut haben kritisch nachzufragen und sich mit Alibi-Aussagen wie „wir haben als Team alles gegeben und ich hoffe ich konnte dem Team helfen“ , die wir leider schon viel zu oft gehört haben, nicht zufriedengeben.

Nun blöderweise hab ich ziemlich oft in der letzten Zeit Interviews mitverfolgt, nach denen ich danach kein bisschen schlauer war. Die Fragen stellen oft schöne Frauen, die bestimmt toll aussehen mit ihrem bezaubernden Lächeln, die aber bestimmt noch nie in ihrem Leben nicht schlafen konnten, weil am nächsten Tag für ihren Klub das Derby steigt oder bei Ab- und Wiederaufstiegen, diesen Tag als geilsten oder beschissensten Tag ihres Lebens eingestuft haben. Nein, diese Leidenschaft, diese Hingabe habt ihr nicht. Und leider haben die auch viele männliche Fußball Moderatoren nicht, um hier einer möglichen Gender-Debatte gleich mal den Riegel vorzuschieben.

Diese „Geilheit“ ein Spiel vor Zigtausend Fans kommentieren zu dürfen hört und sieht man seltener. Frank Buschmann ist da meiner Meinung nach eine Ausnahme. Mit welcher Leidenschaft und mit welchem  Adrenalin er  diese 90 Minuten +Nachspielzeit lebt ist fantastisch. So macht das Spaß. So ist es Fußball-Pur.

Sportliche Grüße

Max

Empfindliche Niederlage gegen den „Club“ aus Nürnberg

Der Trainerwechsel-Effekt beim VfB ist verpufft. Nach dem Unentschieden in Bremen und dem Heimsieg über den HSV war auf dem Wasen  ein Hauch von Optimismus und neu entfachter Euphorie zu spüren. Die ist nach der katastrophalen Darbietung beim Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten aus Nürnberg verpufft. Denn die Schwaben sind Vorletzter.

Ob der Sportdirektor Fredi Bobic im Spielertunnel  des Grundig-Stadions zur Blutgrätsche ausholte? Nach den blutleeren 45 Minuten des ersten Durchgangs durften einige Spieler es befürchtet haben. Denn noch vor dem Spiel versuchten Stevens als auch Bobic vehement  nicht den Hauch von einer neuen Lässigkeit oder Larifari-Einstellung aufkommen zu lassen. O-Ton Bobic: Wenn ich das hier in den Fluren spüren würde, dass jemand denkt, wir sind schon durch, dann grätsch ich ihn direkt ab.“

Die Botschaft war eindeutig. Doch in der Mannschaft ist sie wohl nicht angekommen. Spielerisch war es mal wieder ein Armutszeugnis. Doch noch viel schlimmer war die Einsicht der VfB-Spieler nach dem Spiel, dass die Nürnberger viel agressiver zu Werke gingen. Doch die Franken waren nicht nur agressiver und gedankenschneller als der VfB. Beim „Club“ war so etwas wie eine Spielkultur zu erkennen, die dem VfB seit Jahren fehlt. Die „Roten“ überließen den Nürnbergern das Feld, stellten sich an der Mittellinie auf und schielten wohl auf den ein oder anderen Konter. Diese taktische Vorgabe trug die Handschrift von Stevens, der die Maxime „die Null muss stehen“ wie kein Anderer prägte. Doch bei eigenem Ballbesitz fand der VfB keine Antworten auf das Pressing der Heimmannschaft. Selbst der Kapitän Christian Genter, der mit seiner Spielübersicht und Ballsicherheit im Mittelfeld unverzichtbar geworden ist, erwischte einen gebrauchten Tag.

Keine einfache Aufgabe für Stevens herauszufinden, was in den Köpfen der Spieler während so eines Spiels vorgeht. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel wusste auch er nicht, an was es gelegen hat „ob es Angst war, ich weiß es wirklich nicht.“

Lag es an der Einstellung? Kommen die Spieler mit der mentalen Belastung des Abstiegskampfes nicht klar? Oder ist es weniger ein Kopf-Problem als dass ein klarer Plan fehlt, wie man gegen agressive und lauftstarke Nünberger bestehen kann?

Am Samstag erwartet den VfB ein Charaktertest. Eine deutliche Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen wird gegen den Champions League Viertelfinalisten aus Dortmund  nötig sein, um die so bitter benötigten 3 Punkte einzufahren.

Mit sportlichen Grüßen

Max Goll

Deutschland – Chile

Wer sich einen ähnlichen Leckerbissen wie beim letzten Spiel der deutschen Nationalmannschaft in Stuttgart als der kommende WM – Gastgeber Brasilien in einem packenden Duell mit 3:2 besiegt wurde erhofft hatte, wurde gestern Abend enttäuscht.

Chile war schneller, beweglicher, spielfreudiger… und sie ließen keinen Zweifel aufkommen, dass diese Mannschaft sich in Europa Respekt verschaffen wollte. Das haben sie durch leidenschaftlichen Fußball geschafft! Bisher stand Chile doch eher im Schatten der großen Alphatiere in Lateinamerika, nämlich Brasilien und Argentinien.

Und auch ich muss zugeben, vor diesem Spiel waren mir gerade einmal zwei Chilenen bekannt. Doch neben Arturo Vidal und Alexis Sanchez können wir Fans uns auch noch auf den Mittelstürmer Eduardo Vargas vom FC Valencia oder Felipe Gutierrez von Twente Enschede bei der Weltmeisterschaft in Brasilien freuen. Übrigens sind es bis dahin nur noch 98 Tage!

Da dürfte unser Bundestrainer Joachim Löw so langsam ins Schwitzen kommen. Meiner Meinung nach ist der Hallo-Wach-Effekt nach der Pressekonferenz verpufft. Es stellt sich für mich die Frage, ob Löw die Mannschaft noch reizen kann, sodass auch die etablierten Stammkräfte wissen, dass sie in jedem Spiel an die Schmerzgrenze und darüber hinaus gehen müssen.Gut von Löw, dass er mit Lasogga, Hahn, Ginter und Mustafi für neue Konkurrenzsituationen sorgt. Ich persönlich hätte mir dann gewünscht, dass der gestern schwache Toni Kross nach 70 Min. den Platz verlässt, sodass Ginter sich in der spannenden Schlussphase beweißen kann, anstatt ab der 89.Spielminute noch zu vielleicht drei Ballkontakten zu kommen.

Da hat sich in unser Spiel eine Lethargie eingeschlichen, die schnell wieder raus muss. Durch das Pressingspiel der Chilenen sind uns beim Spielaufbau erste Grenzen aufgezeigt worden. Damit kam die Mannscchaft überhaupt nicht zurecht. Meiner Meinung fehlte dann auch ein mal der Plan B. Nämlich nicht nur das riskante „klein-klein“ Spielchen vor dem eigenen Strafraum, bis unser Torwart Manuel Neuer derart in Bedrängnis kommt, dass er die Grätsche auspacken muss um brenzlige Situationen zu entschärfen. Da können wir Deutschen uns etwas von der Variabilität der Chilenen etwas abschauen. Die haben es geschafft sich auf engstem Raum durch einen Mix aus kurzen und langen Diagonalpässen  immer wieder „rauszukombinieren“.

Doch bei aller Kritik, wenn´s dann doch mal schnell und zielstrebig nach vorne geht ist die „Elf von Jogi“ durch Götze und Özil brandgefährlich. Miroslav Klose habe ich hier gezielt weggelassen. So leid es mir tut, aber er war mal wieder auf verlorenem Posten. Für mich passt er schlichtweg nicht in Löw´s Spielsystem. Er ist einer dieser „Strafraumspieler“, die mit Flanken gefüttert werden müssen.

Letztendlich kann das im Hinblick auf die WM ein sehr nützlicher Test gewesen sein. Jetzt muss jedem bewusst sein, dass noch ein großes Stück Arbeit vor der Nationalmannschaft liegt.

Und abschließend noch eine Bemerkung zu den Pfiffen gegen Özil bei dessen Auswechslung in der 89. Spielminute für Matthias Ginter. Ich war selbst im Stadion und bin der Meinung, dass viele dieser Pfiffe von chilenischen Fans kamen, die auch schon gepfiffen hatten, als sich Manuel Neuer bei den Abstößen gegen Ende des Spiels ein wenig mehr Zeit nahm.

Mit sportlichen Grüßen

Max Goll

Geschichten, die der Fußball schreibt

Was für eine Überraschung!Den hatte wohl niemand auf der Rechnung.

André Hahn wurde heute für das DFB – Team beim Testspiel gegen Chile am kommenden Mittwoch nominiert.

Letzte Saison spielte Hahn noch in der dritten Liga bei Kickers Offenbach. Man darf nicht vergessen, das viele der Drittligaprofis neben dem Fußball noch ein Fernstudium durchziehen.

Verrückte Fußballwelt. Hahn spielte in der Jugend für Otterndorf, Bremerhafen und Cuxhafen. Die übliche Vita eines späteren Fußballprofis liest sich anders. Oft werden die Talente schon in der C-Jugend in die Nachwuchszentren der Proficlubs gelockt. Hier durchlaufen sie dann die B- sowie die A-Junioren Bundesliga. Ab der B – Jugend spielen die späteren Fußballprofis häufig schon in den U – Nationalmannschaften.

Hahn wechselte nach 35 Buden in der dritthöchsten A-Jugend Verbandsliga zur zweiten Mannschaft des Hamburger SV. Also doch noch geschafft. Hahn war plötzlich mittendrin.

Doch dieser Sprung war dann doch ein bisschen zu groß. Danach gings zum FC Oberneuland und von dort in den bezahlten Profifußball zur TUS Koblenz.Als die ihre Mannschaft aus der 3.Liga zurückzog, wechselte Hahn nach Offenbach. Er  überzeugte, und der FC Augsburg wurde auf ihn aufmerksam.

Beim FCA schlug er sofort ein. Man merkte ihm keineswegs an, dass er da mal kurz die zweite Liga übersprungen hatte. 12 Spiele von Beginn ab der Rückrunde sprechen für Hahn.

In dieser Saison 2013/14 durfte er alle 21 Spiele von Beginn an ran und hat bisher her schon 10 Tore auf seinem Konto.

Glückwunsch an Andre Hahn! Ein Zeichen an alle Amateurfußballer, sich selbst nicht zu schnell aufzugeben und mit Vollgas am Ball zu bleiben.

–> Nothing is impossible.

Euer Max

22.Spieltag

Servus Freunde des gepflegten Rasenballsports

Fußball wird im Kopf entschieden. An diesem Zitat muss etwas dran sein.

Der HSV besiegt mit einer perfekten Einstellung die Borussia aus Dortmund mit 3:0. Erstmals in dieser Saison zeigen die HSV – Spieler von Beginn bis Ende die nötige Konzentration und den nötigen Willen. Es ist also keine Frage der Qualität, sondern der Einstellung. Und diese oft fehlenden Prozente hat Slomka aus den Spielern herauskitzeln können.

Bei Bayer Leverkusen stimmte die Einstellung von Beginn an. Doch nach einem Rückstand gibt sich die Mannschaft auf. Da war gegen Wolfsburg kein Selbstbewusstsein, keine Entschlossenheit zu sehen, dieses Spiel noch zu drehen. Nach den drei Niederlagen in Folge fehlte auch der Glaube daran.

Der letzte unbändige Wille ein Spiel gewinnen zu wollen, vermisste ich auch bei den „Knappen“ beim Spiel gegen Mainz 05. Schon in der Anfangsphase kamen die Mainzer durch Unkonzentriertheiten zwei Mal gefährlich vor das Schalker Tor. Beim Spiel nach vorne,mangelte es bei S04 an Kreativität und der Bewegung ohne Ball. Der „Hunter“ ohne Bindung zum Spiel. Max Meyer, dagegen mal wieder ein Aktivposten. Seine Auswechslung tat dem Spiel nicht gut.

Grüße Max

Mainz siegt glücklich

Mainz 05 besiegt Hannover 96 mit 2:0 und kann so langsam aber sicher die Europokal – Plätze ins Visier nehmen.

Allerdings war das Freitagabendspiel kein Leckerbissen für uns Fußballfans. Vor allem in der ersten Halbzeit waren Strafraumszenen bei beiden Seiten Mangelware. Tuchel´s Elf enttäuschte, in dem sie viele Zweikämpfe verloren und viel zu hektisch, und mit für die 05er ungewohnten langen Bälle agierten. 96 störte die Mainzer früh und hatte selbst die bessere Spielanlage, was vor allem an den beiden ballsicheren und immer anspielbaren 6ern Stindl und Schmiedebach lag. Tuchel nach dem Spiel:“Hannover war die bessere Mannschaft“. Nach einem Missverständnis zwischen Goalkeeper Karius und seinem Vordermann Noveski, bekam 96 dann die Rießen – Chance auf dem Silbertablett serviert. Doch Karius bügelte seinen voreiligen Abwurf auf Höhe des eigenen Strafraums selbst  wieder aus. Tuchel flüchtete zur Halbzeit in die Kabine.

Durch einen Konter in  der 50.Spielminute stand es plötzlich 1:0 für den Gastgeber. Yunus Malli wurde von Nicolas Müller schön bedient und ließ sich nicht zwei mal bitten.

Es entstand eine verbissen geführte Partie mit rassigen Zweikämpfen. Mainz kam jetzt besser zurecht, auch durch die Einwechslung von Choupo – Moting, die sich als Glücksgriff herausstellte. Der Deutsch-Kameruner belebte die Offensive in dem er Bälle festmachte und Zug zum Tor in seinen Aktionen zeigte, was vor allem in der ersten Halbzeit schmerzlich vermisst wurde.

Zum Schluss drückte Hannover Mainz nochmal in die eigene Hälfte, doch die eine zündende Idee fehlte, auch weil die Abwehr um Noveski nun sicher stand. Als 96 in der Nachspielzeit alles nach vorne warf, nutzten die 05er einen Konter über drei Stationen gnadenlos aus. Choupo – Moting musste nach schönem Querpass von Ziemling nur noch das Füsschen hinhalten.

Bei 96 gefielen Ron – Robert Zieler im Tor, sowie im defensiven Mittelfeld Stindl. Mame Diouf, der wechselwillige Stürmer der wöchentlich mit einem anderen europäischen Klub in Verbidung gebracht wird enttäuschte ein mal mehr. Choupo – Moting und der wieder ein mal brandgefährliche Okazaki überzeugten beim Gastgeber. Nicolas Müller sucht gerade nach seiner Form, mit dieser Performance ist er keine Option für Jogi Löw. Nicht vergessen sollte man Johannes Geis, der mit seinen 20 Jahren als Dreh und Angelpunkt im Mainzer Spiel agiert.

In wenigen Stunden geht´s schon wieder weiter an diesem 21.Spieltag. Sonst würde es uns ja auch langweilig werden. Von der ersten bis zur dritten Liga ist einiges geboten.Viel Spaß!

Euer Max

Die Krise des HSV

Moin,Moin an alle Fußballfans.

Die schlechten Nachrichten über den Hamburger SV nehmen kein Ende. Als Außenstehender bekommt man den Eindruck vermittelt, dass in diesem Verein nichts zusammenpasst.

Gestern sagte Felix Magath, dessen Name seit Tagen spekuliert wurde, dem HSV ab. Er begründete dies auf seiner Facebook-Page: „Teile des Aufsichtsrates, der Vorstand sowie die Initiatoren der Gruppe HSVplus haben sich gegen mich gestellt. Wie soll man mit solchen Voraussetzungen einen Verein erfolgreich durch den Abstiegskampf führen?“

Wer gehofft hatte, dass die HSV-Spitze sich nun deutlich zu Bert Van Marwijk bekennt, liegt falsch. Der HSV soll mit dem just von Hannover 96 entlassenen Mirko Slomka Kontakt aufgenommen haben. Das heißt im Klartext: Holt Marwijk morgen gegen Braunschweig keinen Auswärtsdreier fliegt der Holländer, und der HSV ist mal wieder auf Trainersuche.

Doch die Nebengeräusche und Kriegsschauplätze in Hamburg nehmen kein Ende. Der Sportdirektor Oliver Kreuzer kritisierte Bert Van Marwijk öffentlich, weil der seinen Profis nach der 0:3 Schlappe gegen Schalke 04 zwei Tage trainingsfrei gab. Dasselbe praktizierte Kreuzer beim Vorgänger Fink, den er im damaligen Doppelpass an den Pranger stellte.

Dass es im Verein drunter und drüber geht zeigt auch der Fall Jonathan Tah. Der erst 17-Jährige Stammspieler in der Innenverteidigung musste erfahren wie Vertragsdetails in den Medien publiziert wurden. Daraufhin legte sich Tah´s Vater mit HSV-Boss Jarchow an. Das Ende vom Lied war, dass Tah von Marwijk aus dem Kader beim Heimspiel gegen die Hertha gestrichen wurde um ihn zu schützen.

Da aus der Jugend, bis auf wenige Ausnahmen, wie Jonathan Tah oder Zhi Gin Lam, wenige Spieler den Sprung zu den Profis schaffen ist der klamme HSV auf Transfers angewiesen.Die kluge Ausleihe von Pierre-Michel Lasogga muss Oliver  Kreuzer natürlich zu Gute geschrieben werden. Spieler wie Rudnevs oder Skjelbred spiegeln die Misere des HSV dagegen perfekt wieder. Rudnevs spielte im Gegensatz zur Hinrunde in Hamburg bisher alle drei Spiele für 96 über die volle 90 Minuten und netzte zwei mal ein. Skjelbred wird bei der Hertha als „Multi-Allrounder“ gefeiert und etablierte sich schnell zur Stammkraft.

Übrigens wird eine Rückkehr von Marcell Jansen zu Borussia Mönchengladbach spekuliert. Man kann den Nationalspieler verstehen, der Jahr für Jahr an eine Verbesserung glaubte, aber nach 6 Jahren beim Hamburger SV diesem Chaos entfliehen möchte.

Ich wünsche euch Fans ein erfolgreiches Wochenende!

Bis Bald, euer Max.

Anpfiff

Man waren das mal wieder Pokalfights gestern Abend. Der FCK schlägt die Werkself aus Leverkusen. Nach verschossenem Elfmeter folgt in der 114.Spielminute dann doch noch der Lucky-Punch der Gäste. Coach Runjaic sprach nach Spielende von einem „großen Fußballabend für Kaiserslautern“. Jetzt warten allerdings die großen Bayern, ein weiteres Bonusspiel für den FCK.

Beim Dino der Liga aus Hamburg nimmt die Talfahrt dagegen kein Ende. Ich möchte der Mannschaft nicht den Willen absprechen, allerdings sind fünf Gegentore ein Armutszeugnis. Nach gutem Beginn der Hamburger war es für die Bayern nicht mehr als eine „ordentliche Trainingseinheit“. Coach Bert van Marwijk soll vor dem Aus stehen. Meiner Meinung nach sollte Marwijk noch die Chance bekommen am Samstag in Braunschweig die drei Punkte einzufahren.Wenn dies nicht gelingt müssen die Verantwortlichen reagieren. Aber auch der Sportchef Kreuzer muss dann hinterfragt werden.

Freuen können wir uns auf das Wochenende: Am Freitag kommt es zum Verfolgerduell zwischen Fürth und dem KSC(18:30), Die erste Liga hat das Baden-Württemberg Duell zwischen Hoffenheim und dem VfB zu bieten. Zu späterer Stunde empfängt der angeknockte Tabellenzweite Bayer 04-Schalke 04. Und oben drauf kommt das Bayern-Derby zwischen dem FCA und dem Club.

Das war der erste aber hoffentlich nicht der letzte Post.Ein erfolgreiches Wochenende für ihren Club wünscht ihnen Max.